Odile in der Internationalen Republik Berlin - dans la République internationale d'outre-ciel
 



Odile in der Internationalen Republik Berlin - dans la République internationale d'outre-ciel
  Startseite
    Text und Ton
    Sprache in Zeiten ...
    Heimatkunde
    Mediales
    Mensch, Tier und Pflanze
    Monarchisten und andere Vorkommnisse
    Unterwegs
    Weisheiten
  Über...
  Archiv
  Lesungen
  Älteres
  Haftungsausschluss
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   dtv
   Literaturport
   Librairie Zadig
   Tucholsky Buchhandlung
   Buchhandlung Anakoluth
   A livraria -- Portugiesiche Buchhandlung
   La Rayuela -- Spanische Buchhandlung
   Ricardo Domeneck
   Angélica Freitas
   Agencia Tess
   Antiarrugas
   O ceu sobre Lisboa
   Freitag
   lyrikline.org
   novacultura
Letztes Feedback

http://myblog.de/odile

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Neulich kam mir auf dem Bürgersteig eine alte Frau entgegen. Ich meine, eine WIRKLICH alte Frau, mit Dauerwelle und Lilastich im weißen Haar, mit farblich und in ihrer Form undefinierbarer Kleidung, einem winzigen Hund an der Leine und einer fahrbaren Einkaufstasche. So eine, wie man sie kaum noch sieht. Jedenfalls nicht in Berlin Mitte. Und möglicherweise auch nicht in unserer Gesellschaft an sich. Betrachte ich Photos meiner Großmutter (Jahrgang 1900), so sieht sie mit 50 nicht so sehr anders aus als mit 80. Graues Haar, Dutt, in Brauntönen gehaltene, alle Formen verbergende Kleider (oder Kittelschürze) (das mit den Brauntönen sieht man auf den älteren Photos nicht). Alt eben. So, wie man sich alt vorstellt. Dabei war meine Großmutter eine patente Frau, die einen Doktortitel besaß, sich auf Flohmärkten herumtrieb und einen unerschöpflichen Vorrat an unglaublichsten Dingen und Büchern für ihre Enkel besaß. Sehe ich mir meine Eltern an, die immerhin schon 63 und 70 sind (Namen wurden von der Redaktion geändert), so könnten sie genauso gut 10 Jahre jünger sein. Das heißt, es gibt (laut Statistik) immer mehr Alte, aber immer weniger WIRKLICH Alte. Praktisch ist daran, dass eine Mutter ihre Kleider an ihre Tochter weitergeben und bei der Enkelin im Schrank nach einem passenden Jäckchen suchen kann. Angesicht drohender Altersarmut eine gute Sparmaßnahme.
Heute kam mir auf dem Bürgersteig ein WIRKLICH alter Mann entgegen. Gerade als wir aneinander vorbeigingen, klingelte bei ihm in der Tasche ein Funktelefon. Seither stelle ich mir die Frage: Ab wann ist man ALT?
23.1.07 22:23
 
Letzte Einträge: Wer entscheidet über das Entscheidende, Der Unterschied zwischen sollen und dürfen, Euch, Ihnen und uns:, Lesung aus "Was Ida sagt", Zu seiner Schwäche stehen, Wer wird der nächste ...



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung